- Sächsische Tierheime und Tierschützer beklagen Finanzierungsprobleme und unklare Rechtslage
Insgesamt 42 Vertreter von sächsischen Tierheimen und Tierschutzvereinen hatten sich am 29. April 2009 im Dresdner „Holiday-Inn-Hotel“ auf Einladung der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag zusammengefunden. Zu Beginn der Veranstaltung gab Tino Günther, stellvertretender Fraktionschef der FDP-Landtagsfraktion und umweltpolitischer Sprecher, einen Überblick über seine rund 30 Vor-Ort-Termine in den sächsischen Tierheimen.
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| Tino Günther päsentiert die Ergebnisse seiner Tour durch sächsische Tierheime. |
Anlass für die Besuche in den Tierheimen waren die Antworten auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion im vergangenen Herbst zu baulichem Zustand und Investitionsbedarf von kommunalen und privaten Tierheimen. Die Antworten der Staatsregierung und des zuständigen Ministers warfen allerdings mehr Fragen auf, als dass sie Antworten lieferten. Um sich einen Überblick über die tatsächliche Lage zu verschaffen, tourte Tino Günther seit Januar durch die Tierheime des Freistaates, sprach mit ehrenamtlichen Helfern, Tierschützern und Mitarbeitern. Im Ergebnis kristallisierten sich, neben der chronischen Unterfinanzierung der meisten Einrichtungen, zwei Hauptproblemfelder heraus: Nicht eindeutige gesetzliche Regelungen und unklare Finanzierungsgrundlagen. All diese Probleme wurden während der Veranstaltung in Dresden noch einmal erörtert.
Während des Meinungsaustauschs sorgte zudem die Unkenntnis der Regierung über das tatsächliche Vorhandensein von Einrichtungen, nicht ausgezahlter Fördermittel und die bisherigen rechtlichen Regelungen für Erstaunen und Überraschung bei den Gästen. Problematisch für viele Tierheime – besonders in den Großstädten – sind auch die vermeintlichen datenschutzrechtlichen Bedenken im Zusammenhang mit Tierhaltern im Strafvollzug.
Im Ergebnis des Treffens kamen die Teilnehmer und Fraktionsvize Tino Günther überein, im Juni ein weiteres Treffen zu organisieren, um sich unter anderem um die Erarbeitung einer neuen Fundtierverordnung zu bemühen.
