Zukünftiger Lehrerbedarf muss gesichert werden
Zur heutigen Aktuellen Debatte im Landtag zur Zukunft des Bildungsstandorts Sachsen vor dem Hintergrund der auslaufenden Teilzeitregelungen für Lehrer erklärt Norbert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"In den vergangenen fast 20 Jahren haben sächsische Lehrerinnen und Lehrer durch Arbeitszeitverkürzungen und Teilzeitregelungen an allen allgemeinbildenden Schularten die Folgen des teilweise dramatischen Geburtenrückgangs zu spüren bekommen. Gemeinsam haben Staatsregierung und Lehrerverbände immer wieder schwierige Entscheidungen getroffen. Dafür gebührt insbesondere den Lehrern unser Dank, die in Teilzeit gearbeitet und so auf Einkommen verzichtet haben.
Wenige Neueinstellungen und niedrige Ausbildungszahlen haben das Durchschnittsalter in den Lehrerzimmern jedoch stark ansteigen lassen. Was wir derzeit noch an Überversorgung haben, wird spätestens ab 2013 zum dringend benötigten Bedarf. Diese schwierige Personalsituation ist die Grundlage für die Entscheidung, weitere Gespräche mit den Lehrerverbänden zu führen.Ich hoffe, dass sich Staatsregierung und Lehrerverbände in dieser Sache verständigen können. Ich möchte bei beiden Verhandlungsseiten darum werben, im Interesse des Bildungsstandorts Sachsen und seiner Schüler nicht auf Maximalforderungen zu beharren, sondern Kompromisse einzugehen.
Trotz der schwierigen Haushaltslage muss der zukünftige Lehrerbedarf gesichert werden. Dafür brauchen wir ausreichend Neueinstellungen, genügend Stellen für Referendare und mittelfristig attraktive Bedingungen, damit die besten Lehrer auch weiterhin in Sachsen unterrichten wollen."




