Steigende Schülerzahl an Schulen in freier Trägerschaft ist Bereicherung der sächsischen Schullandschaft

Nach einer Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen hat sich die Schülerzahl an freien allgemeinbildenden Schulen und Schulen des zweiten Bildungsweges gegenüber dem Schuljahr 1999/2000 auf rund 23.000 Schüler im Schuljahr 2009/10 verdreifacht. Gegenwärtig lernen rund acht Prozent der Schüler an einer freien Schule im allgemeinbildenden Bereich. Vor zehn Jahren war es ein Prozent der Schüler. Bundesweit besuchten im Schuljahr 2008/09 knapp acht Prozent eine Privatschule.
Dazu erklärt Norbert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Der in den vergangenen zehn Jahren erfolgte Anstieg der Schülerzahlen an Schulen in freier Trägerschaft ist keine Bedrohung für das staatliche Schulwesen, sondern eine Bereicherung. Es ist falsch, die Entscheidung für eine Schule in freier Trägerschaft als Votum gegen das staatliche Schulwesen zu interpretieren. Länder mit einem sehr hohen Anteil freier Schulen, wie etwa die Niederlande, haben auch bei Pisa sehr gut abgeschnitten.
Tatsächlich wollen Eltern höchst unterschiedliche Bildungsangebote wahrnehmen. Es ist die Stärke des sächsischen Bildungswesens, diese Angebote ausdrücklich zu unterstützen. Eine erfolgreiche Bildungspolitik schließt freie und staatliche Trägerschaft ein und spielt sie – anders als die SPD es macht – nicht gegeneinander aus."



