Schulreform wird sächsischen Schülern ihren Spitzenplatz erhalten

Zum Interview des sächsischen Kultusministers, Prof. Dr. Roland Wöller, in der heutigen Ausgabe der "Welt" erklärt Norbert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Sachsen darf und wird sich auf dem bisher Erreichten nicht ausruhen. Wir werden unser Schulsystem kontinuierlich weiterentwickeln, um auch künftig zur nationalen wie internationalen Spitze zu gehören. Die im CDU/FDP-Koalitionsvertrag verankerte Schulreform wird den Schülern im Freistaat ihren Spitzenplatz erhalten.
Qualität von Reformen geht vor Quantität - da hat der Kultusminister mit seiner Absage an 'Reformitis' absolut Recht. Deshalb geht die CDU/FDP-Koalition mutig das größte Reformprojekt der sächsischen Schullandschaft an: Die bisherige Mittelschule wird zu einer neuen sächsischen Oberschule weiterentwickelt.
Durch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Schulreform wird Schülern und Eltern der Druck genommen, sich bereits in Klasse vier für den weiteren Bildungsweg der Kinder zu entscheiden. Zukünftig hat jeder Schüler in der Klassenstufe sechs mit einer weiteren Bildungsempfehlung die Möglichkeit, auf das Gymnasium zu wechseln. Die bestehenden Hürden für den Wechsel von der Mittelschule ans Gymnasium werden damit beseitigt und ein längeres gemeinsames Lernen endlich ermöglicht.Wesentlicher Bestandteil der Bildungsreform ist eine echte pädagogische Aufwertung der Mittelschule zur Oberschule. Dafür werden die Lehrpläne der Klassenstufen fünf und sechs zwischen Gymnasium und Oberschule angeglichen. Zudem werden durch Leistungsgruppen und durch die zweite Fremdsprache ab Klassenstufe sechs schrittweise die pädagogischen Vorraussetzungen für den Übergang auf das Gymnasium nach der Klassenstufe sechs geschaffen. Für eine realistische Bewertung des Entwicklungspotenzials von Schülern wird die Bildungsempfehlung auf mehr Fächer verbreitert und der Notendurchschnitt auf besser als 2,5 festgelegt ('gut' statt bisher 'befriedigend'). Damit werden Chancengerechtigkeit und Leistungsorientierung besser miteinander verbunden."




