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Kindergeld-Gutscheine wären Nanny-Staat in Reinkultur

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper hat angeregt, die nächste Kindergelderhöhung in Form von Bildungsgutscheinen statt wie bisher als zusätzlichen Geldbetrag an die Eltern auszuzahlen. Die Gutscheine könnten beispielsweise in Kindertagesstätten, Kindergärten, Musik- und Sportvereinen eingelöst werden; es gehe um bessere frühkindliche Bildung in Deutschland.

Dazu erklärt Norbert Bläsner, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag und Mitglied im Landesvorstand der FDP Sachsen:

"Kindergeld-Gutscheine würden Eltern unter Generalverdacht stellen, die frühkindliche Bildung nicht wirklich verbessern und obendrein ein neues bürokratisches Monstrum schaffen.

Den Eltern sollte es selbst überlassen sein, wie sie das Kindergeld für ihr Kind ausgeben. Alles andere würde sie unter den Generalverdacht stellen, das Geld zu verschwenden. Steuerzahlenden Eltern würde das Geld erst abgenommen, um es ihnen dann als Gutschein zurückzugeben - das ist der Nanny-Staat, den wir als FDP nicht wollen.

Dass sich die Qualität der frühkindlichen Bildung verbessern würde, ist nicht nachzuvollziehen: Allein die Art der Bezahlung würde sich ändern. Und diese würde dann vollkommen überbürokratisiert - entweder die Eltern oder die Bildungsträger müssten die Gutscheine beim Staat abrechnen."

4.01.2010