"Der Staat lebt auf zu großem Fuß"
Holger Zastrow im Interview mit MDR Info und Deutschlandradio Kultur

Holger Zastrow verteidigte heute im Interview bei "MDR info" die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Steuersenkungen. Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz sei nur ein erster Schritt gewesen. Allerdings müssten Steuersenkungen durch Ausgabensenkungen begleitet werden. "Das sind zwei Seiten ein und derselben Medaille", so der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag. Da der Staat "auf zu großem Fuß" lebe, müssten "radikale Schnitte" in der öffentlichen Verwaltung vorgenommen werden. Für Sachsen bedeute dies, dass in den nächsten zehn Jahren 18 000 Stellen abgebaut werden müssten.
Im Interview mit "Deutschlandradio Kultur" hat sich Holger Zastrow kritisch zum Zustand der Bundes-FDP geäußert. Seit dem Regierungsantritt gebe es ein Vakuum innerhalb der Partei. Während der Übergang in die Regierungsämter gut funktioniert habe, stehe die Partei vor Veränderungen. "Die Partei ist noch da, und die Partei braucht neuen Schwung", so Zastrow in dem Gespräch.
Andere müssten jetzt die Lücken ausfüllen, die nach dem Wechsel von Guido Westerwelle und Dirk Niebel in die Bundesregierung entstanden seien. Westerwelle könne nicht "ganz allein auf jeder Baustelle tanzen".Das Interview von Tim Deisinger mit Holger Zastrow bei MDR info können Sie hier anhören.




