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Ausweitung des Stipendiensystems wichtiger Standortvorteil

300 Euro monatliches Stipendium für die besten zehn Prozent

Nach Medienberichten sieht ein Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vor, bereits ab dem Wintersemester 2010 das Stipendiensystem bundesweit auszuweiten. An der Finanzierung sollen sich Bund, Länder, Hochschulen und private Geldgeber beteiligen. Ziel ist es, dass jeder zehnte Studierende in den Genuss eines Stipendiums kommt. Bisher werden lediglich rund 2 Prozent der Studierenden durch Stipendium gefördert. Dazu erklärt Nico Tippelt, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Bereits in der zurückliegenden Legislaturperiode hat sich die FDP-Fraktion für den Aufbau eines leistungsorientierten Stipendiensystems stark gemacht. Eine entsprechende Initiative im Landtag war damals noch von der CDU/SPD-Koalition abgelehnt worden. Umso mehr freuen wir uns, dass es uns im Rahmen der Koalitionsverhandlungen sowohl in Sachsen als auch in Berlin gelungen ist, diese Forderung zu verankern und jetzt damit begonnen wird das Stipendiensystem auszuweiten. Das ist ein liberaler Beitrag, die Studienfinanzierung zu verbessern.

Das Modell von Bundesministerin Annette Schavan geht mit unseren Vorstellungen konform, das auf sozialen Faktoren basierende BAföG-System um ein System zu ergänzen, das auf Leistungskriterien basiert und unabhängig vom Einkommen der Eltern ist.

 

Im weltweiten Wettbewerb um kluge Köpfe verschafft uns solch ein Stipendiensystem einen wichtigen Standortvorteil. Damit werden sächsische Hochschulen für Studienanfänger mit guten Leistungen – gerade aus dem Ausland – noch attraktiver. Und auch im Hinblick auf die sinkenden Studienanfängerzahlen in den kommenden Jahren kann das Stipendiensystem dazu beitragen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Im Interesse einer verbesserten Studienfinanzierung setzten wir uns für eine konstruktive Debatte zum angekündigten Gesetzentwurf ein, damit eine zeitnahe Umsetzung zum Wintersemester 2010 garantiert werden kann."

17.02.2010